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Hundesportarten
Mittlerweile wird eine Vielzahl an unterschiedlichen Hundesportarten angeboten, mit denen man seinen Hund beschäftigen kann. Hier sollen in einem jeweils kurzen Abriß ein paar Sportarten vorgestellt werden, die für Toller gut geeignet sind und die ihnen Spaß machen.
Dummyarbeit
Obedience
Agility
Weitere Sportarten
Dummyarbeit
Dummies sind kleine, mit Sand oder anderem Material gefüllte, schwimmfähige Leinensäckchen. Es gibt sie in verschiedenen Größen und auch Formen. Ein Standarddummy wiegt 500g. Dummies symbolisieren geschossenes Wild. Sie wurden ursprünglich entwickelt, um mit dem Hund jagdliches Training betreiben zu können, ohne dafür geschossenes Wild verwenden zu müssen. Daher gibt es auch naturgetreu nachgebildetes Wild (z.B. Enten, Gänse) aus Kunststoff als Dummies, oder Standarddummies aus Leinen, die zusätzlich mit etwas Fell umwickelt sind.
Heute hat sich aus dieser "Ersatz-Arbeit" ein speziell für Retriever sehr beliebter Sport mit verschiedenen Prüfungen und Wettbewerben entwickelt. Man stellt mit mehreren Dummies jagdliche Situationen nach, die der Hund lösen soll. Die Dummies müssen dabei vom Hund gesucht, gefunden und zum Hundeführer apportiert werden. Es gibt verschiedene Disziplinen: Bei der "Verlorensuche" muß der Hund ausgelegte Dummies in einem Gelände finden. Bei der "Markierung" wird das Dummy auf eine Entfernung für den Hund sichtbar geworfen, so dass er die Flugbahn sehen kann. Der Hund soll sich die Fallstelle gut merken, nach der Freigabe durch den Hundeführer möglichst punktgenau dorthin laufen und das Dummy apportieren. Bei "Memories" muß er sich mehrere verschiedene Fallstellen merken. Beim "Einweisen" weiß nur der Hundeführer, wo das Dummy liegt. Er dirigiert seinen Hund mit speziellen Kommandos zur Fallstelle, auch über große Entfernungen und Geländeübergänge. Es gibt Aufgaben an Land und solche an und in Gewässern. Die Schwierigkeiten und das Niveau der Aufgaben variiert sehr stark vom Anfängerbereich bis hin zu Siegerprüfungen auf speziellen Wettbewerben.
Der DRC bietet eine Vielzahl von Prüfungen und sogenannten "working tests" an. Bei Dummyprüfungen, die es in den Schwierigkeitsstufen "Anfänger", "Fortgeschrittene" und "Offene Klasse" gibt, sind die Aufgaben durch die Prüfungsordnung im Wesentlichen vorgegeben. Natürlich sind durch das jeweils vorhandene Gelände die Aufgaben dennoch nie exakt gleich.
Bei "working tests" können die Richter ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich vom Gelände inspirieren lassen. Hier sind jeweils mehrere Aufgaben zu lösen, die den Teilnehmern vorher nicht bekannt sind. Es sollten stets Situationen nachgestellt werden, wie sie auch auf der Jagd vorkommen können, um das Talent und die Leistungsfähigkeit unserer Retriever für diese Arbeit abzufragen. Die Aufgaben werden dann von allen Teilnehmern nacheinander gearbeitet. Die Hunde werden mit Punkten "benotet", so dass es am Ende eine Rangierung gibt. Ein schnelles, effizientes und freudiges Arbeiten sowie eine enge Zusammenarbeit mit dem Führer werden dabei gerne gesehen. Großer Wert wird im Dummysport aber auch darauf gelegt, dass der Hund sich ruhig und "steady" verhält, bis sein Führer ihn losschickt.
Das Tolle am Dummytraining ist, dass man, ausgerüstet mit ein paar Dummies in Rucksack oder Jackentasche, seinen Retriever unterwegs auf dem Spaziergang mit unzähligen Kombinationsmöglichkeiten von Aufgaben sehr einfach artgerecht und kreativ auslasten kann. Man kann in einer Gruppe oder mit einem Trainingspartner arbeiten, aber ohne Weiteres auch alleine. Dummytraining ist optimal geeignet, um seinen Toller auszulasten. Bei entsprechendem Aufbau verlangt es dem Toller Nasenarbeit ab, Konzentration, den Wechsel aus Ruhe und Aktion, und vereint alles, was er gerne tut: Suchen, Apportieren, sportliche Bewegung im Gelände, spannende Beschäftigung, Zusammenarbeit mit dem Führer.
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